INTELLEKTUELLE BARBAREN?

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Artikel veröffentlicht: 19.01.2013, 15:20 Uhr

DER ZUKUNFT EIN GEDÄCHTNIS
Die mit der Aufklärungsperspektive verbundene Hoffnung, dass Bildung zivilisiere, ist zwar spätestens angesichts der zahlreichen Doctores, wie sie im Reichssicherheitshauptamt tätig waren, als geschichtliche Illusion zerplatzt, aber - so scheint die Mehrheitsmeinung - man kann es ja erneut versuchen. Schließlich ist der Holocaust ´aufgearbeitete Vergangenheit´ und gilt heute zunehmend als v.a. "jüdische Keule" im Einsatz gegen selbsternannte Israelkritiker. Reizvoll, wenn auch zugegebenermaßen dem Hype anlässlich des von Trotta-Films über Hannah Arendt geschuldet, ließe sich darauf hin fragen, ob es nicht auch so etwas wie eine Banalität des Intellektuellen gibt. Aber das wäre wohl zu böse.

Giulio Meotti ist mit seinen wenigen deutschen Veröffentlichungen (u.a. in der Jüdischen Allgemeinen) heftig - meist als islamophob - kritisiert worden. Sein Buch über die verschwiegene Geschichte der jüdischen Terroropfer angesichts unzähliger Selbstmordattentate von arabischer Seite, landet wohl noch vor einer deutschen Übersetzung im Antiquariat - womöglich gar mit der Begründung, der Holocaust-Relativierung sei nicht Vorschub zu leisten, lautet der englische Originaltitel doch "A New Shoah"  http://www.amazon.de/New-Shoah-Israels-Victims-Terrorism/dp/159403477X

In der Jerusalem Post vom 13. Januar 2013 ist ein Beitrag von Giulio Meotti veröffentlicht, der hier folgend deutsch-sprachig unter dem Titel "Intellektuelle Barbaren?" dokumentiert ist.

"Der Zukunft ein Gedächtnis" ist das bundesweite 2013-Jahresmotto der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Der Meotti-Beitrag mag als ein Exemplum zur viel beschworenen Erinnerungskultur dienen. Erinnerung an das, was ist.
Karl H. Klein-Rusteberg

Ergänzend über in Israel lebende Araber: http://www.audiatur-online.ch/2013/01/18/israelische-araber-benachteiligt-oder-radikalisiert/

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haOlam.de - Sind mordende Terroristen nur `Militante´? - http://haolam.de/artikel_11893.html

INTELLEKTUELLE BARBAREN?
17. Januar 2013 - orig. Jerusalem Post 13. Januar 2013

Grausame palästinensische Antisemiten sind von der westlichen öffentlichen Meinung reingewaschen worden; sie werden dort „Militante“ genannt, wie es die New York Times erst letzte Woche tat
 

Giulio Meotti
 

Umnachtete Humanisten in Israel und dem Westen glauben, die Hamas-Terroristen seien gehirngewaschen, arm oder Analphabeten; in Wirklichkeit sind die klügsten Köpfe der palästinensischen Gesellschaft an der Spitze des islamischen Top-Terrorismus.
 

Ist denkbar, dass Menschen, die die heilige Mission haben Jaffa und Aschkelon auf einem Teppich jüdischer Leichen zurückzuholen, auch gut ausgebildete Chirurgen, Akademiker und Schriftsteller sind? Fragen Sie die Hamas nach dem Paradox des Josef Mengele, einem Doktor der Philosophie, Mediziner, einem kultivierten Mann, der sich an Musik und Dichtkunst erfreute, aber nicht zögerte auf Befehl Experimente bis zum Tod an einer Million Juden durchzuführen.
Der palästinensische Hass ist von unseren Schriftstellern und Intellektuellen noch nicht entschlüsselt worden. Das ist so, weil uns gesagt worden ist „Sie hassen uns“ zu sagen sei die Sprache der Fremdenfeindlichkeit, der Engstirnigen, der Intoleranten; dass der völkermörderische Antisemitismus in der Asche von Auschwitz begraben wurde; dass wir höflich und selbstkritisch sein müssen.

 

Eine verführerische Kombination aus postkolonialer, weißer Schuld im Mix mit liberaler Herablassung hat unser moralisches Bewusstsein abstumpfen lassen und uns für einen Islamismus blind gemacht, der entfesselten Hass, Verachtung, physische Aggression, das Verlangen die Juden zu vertreiben, zerstören und zu beseitigen übermittelt.
Nizar Rayan war nicht nur ein Terrorführer der Hamas. Er war ein ausgezeichneter Historiker, Akademiker und Intellektueller. Der Autor von mehr als zehn Büchern über den Islam wurde zusammen mit seiner Frau und drei Kindern in Jabalya getötet. Sie blieben selbst dann noch im Haus, nachdem die Israelis ihn vor ihrem Angriff gewarnt hatten. Rrayan hatte einen Sohn auf eine Selbstmordmission gegen eine jüdische Stadt im nördlichen Gazastreifen geschickt und an einem Angriff auf den israelischen Hafen von Aschdod teilgenommen, bei dem zehn „Söhne der Schweine und Affen“ getötet wuden, wie Rayan die Juden nannte.

 

Rayan war ein Edelstein der Islamischen Universität von Gaza; er hatte an der angesehenen Fakultät von Um Forman studiert und einen Aufsatz über das Leben des Propheten geschrieben; dieser hieß „Medina wird dunkel“ und war in Saudi-Arabien ein Bestseller. In seiner bei dem israelischen Angriff zerstörter Bibliothek standen 10.000 Bücher.
Der palästinensische Terrorismus wird von Akademikern, Chirurgen, Wissenschaftlern, Forschern, Intellektuellen, Menschen mit einem beneidenswerten Lebenslauf angeführt. Sie sind wie Ayman al-Zawahiri, dem Al-Qaida-Vordenker – ein Chirurg; wie der Drahtzieher der Hinrichtung von Daniel Pearl, Omar Scheikh, der an der London School of Economics studierte; und wie der Planer der Anschläge vom 11. September, Khalid Scheikh Mohammed, der an US-Universitäten studierte.
Der Kopf der Selbstmordbomber vom 7. Juli 2005 in Großbritannien, Muhammad Diddique Khan, lehrte in Leeds, während der Englisch-Doktor Bilal Abdullah – an den fehl geschlagenen Anschlägen in London und Glasgow im Juni 2007 beteiligt – in eine der reichsten Familien von Bagdad geboren wurde.
Die HAMAS-Führung ist die gebildetste der arabischen Welt; sie haben insgesamt 500 hohe Abschlüsse gemacht.
Ihr Führer Khaled Meschaal ist Professor der Physik und war Akademiker in Kuwait. Gazas Premierminister Ismail Haniyeh war Dekan einer Universität und der sein starker Mann für Religionsangelegenheiten, Muhammad Tartouri, ist Dekan am Scharia-College in Hebron, dem Epizentrum des Jihad gegen die Juden.
Selbst unter den palästinensisch-arabischen „säkularen“ Terroristen finden sich viele Promovierte. Ahmed Sadat, der den Mord am israelischen Minister Rehavam Ze’evi befahl, ist ein Professor, der Terror-Drahtzieher George Habash war Arzt.
Der Grund dafür ist, dass es keinen Unterschied zwischen dem Bund der Hamas und dem Bund der PLO gibt. Beide wollen Israels territorialen Bruch und schließlich seine Auslöschung.
Fathi Shaqaqi, der verstorbene Gründer des Islamischen Jihad, war Arzt. Der letzte noch lebende Hamas-Gründer, Mahmud Zahar, ist ein ausgezeichneter Arzt, ein bekannter Schilddrüsen-Spezialist, der die Palästinensische Medizinische Gesellschaft gründete; seine Frau ist Lehrerin, eines ihrer Kinder hat einen Finanz-Abschluss und eine Tochter ist Professorin für Englisch.
Diese zwei Ärzte sind für jede Menge Kinder, Frauen und Alte verantwortlich, die in Egged-Bussen in Israel verbrannt wurden; für zerstörte Cafés und Pizzerien; dass Einkaufszentren zu Schlachthäusern gemacht wurden; dass Mütter und Töchter vor Eisdielen getötet wurden; dass Familien in ihren eigenen Betten ausgerottet wurden; dass Säuglinge mit einem Schlag auf die Schädelbasis hingerichtet wurden; dass Rabbiner-Seminaristen bei ihrem Studium ermordet wurden; dass Ehemänner und Ehefrauen vor ihren Kindern getötet wurden; dass Kinder im Arm ihrer Mütter ermordet wurden.
Der Hamasführer Abdul Aziz Rantisi war ein namhafter Kinderarzt, hochrangiger Manager der Arabischen Medizinischen Gesellschaft, bekannt für seine unermüdliche Kampagne „so viele Juden wie möglich zu töten“. Doktor Rantisi befahl, dass Metallstücke in den Sprengstoff der Westen oder Rucksäcke der Terroristen gemischt wurden, wodurch die Explosionen oft Gliedmaßen komplett vom Körper abtrennten. Israelischen Kindern wurden die Gesichter verbrannt oder die Hände nutzlos gemacht; einigen wurde das Augenlicht für immer zerstört.
Der Innenminister Siyaam Said ist ein talentierter Mathematiker. Ein ehemaliger Bildungsminister, Nasser Eddin to Sha’er, studierte in Manchester und New York. Ibrahim Hamed, der Planer brutaler Anschläge wie dem auf das Café Moment sowie den Morden auf der Ben-Yahuda-Straße und der Hebräischen Universität, hat einen Bachelor mit magna cum laude gemacht.
Bassim Naim wurde in Deutschland Chirurg, Atif Adwan verdankt seine Entstehung den brillantesten wissenschaftlichen Universitäten in Großbritannien, während Aziz Dweik an der University of Pennsylvania perfektes Englisch erlernte.
Mousa Marzuk, dem Israel die Beteiligung am Mord israelischer Zivilisten von 1990 bis 1994 vorwirft, studierte an der Louisiana Tech sowie an der Columbia University.

 

Von den palästinensischen Selbstmordbombern hatten 47 Prozent einen Universitätsabschluss, 29% ein High School-Diplom, 24% besuchten Volksschulen. Leute wie Dia Tawil, die aus einer „bourgeoisen“ Familie ohne Finanzprobleme stammte, träumten „nur“ davon Israelis zu töten. Tawils letzte Worte waren: „Ihre Knochen werden den Geschmack des Todes kennen.“
Israel steht islamischen Revolutionären gegenüber, die bereit sind das heilige Land mit Blut zu tränken und palästinensisch-arabischen Kinderärzten, die ihre Todesengel losschicken, um israelische Kinder zu töten. Doch wir leben auch in einer Zeit, in der der Tod – von Juden – in den „zivilisierten“ Demokratien gefeiert und romantisiert wird.
Diese grausamen palästinensischen Antisemiten sind von der öffentlichen Meinung im Westen hygienisch rein gemacht worden; sie werden dort „Militante“ genannt, wie es die New York Times erst letzte Woche tat.
Ich habe Angst um Israel.

Übersetzung: Heplev
 

 

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